29. Mai 2009

Jubiläum: 100 Blog-Einträge!!/Aui mini Änteli

Ob Ihr es glaubt oder nicht: Dies hier ist schon der 101. Eintrag in diesem Blog! Seit bereits mehr als 1,5 Jahren stellen wir hier regelmässig unsere Erlebnisse rund ums Muki-Turnen ins Netz. Dies mit Erfolg: Mehrere neue Muki-Pärli der letzten 18 Monate hätten uns ohne Blog wohl nicht oder sicher nicht so leicht gefunden. Auch gewisse Hintergrundsachen wie z.B. das Video zu unserem Dschungeltanz helfen mit, das Muki-Turnen am Leben zu halten und vermitteln auch zuhause und die Woche hindurch noch ein bisschen Freude an dem, was wir beim Turnen tun.
Dieser Post soll aber nebst dem Jubiläum noch einen echten Muki-Inhalt haben: hier findet Ihr das in der Entenlektion gesungene Lied "Aui mini Änteli" in 3 Strophen:

Aui mini Änteli
Schwümme-n-ufem See
Schwümme-n-ufem See
D’Chöpfli hei si i ds Wasser
Ds Schwänzli hei si i d’Höh

Gö sie ga spaziere
Ohni Schtrümpf und Schueh
Ohni Schtrümpf und Schueh
Uf der grüene Wiese
Schnäderets immerzue

Qua qua qua qua quaa qua
Qua qua qua qua quaa
Qua qua qua qua quaa qua
Qua qua qua qua quaa

24. Mai 2009

5. Lektion Sommer 09: Ente und Schwan

Am letzten Montag fühlten wir der Ente und dem Schwan nach. Die sind schliesslich zuhauf an und auf unserer schönen Aare zu finden. Einturnen und Dschungeltanz vollführten wir wie immer, danach folgten, ebenfalls wie immer, das Poppe poppe Hämmerli und das Müsli-Renne. Wobei ich noch erwähnen möchte, dass der Auftakt zum 2. Mal PPH durch eines unserer erfahrenen Muki-Mädchen gemacht wurde. Hat Spass gemacht :-)!
Der Mittelteil verlief ganz im Zeichen unserer Wasservögel: Als Enten watschelten wir mit den Füssen und „schwammen“ hernach auf zwei Beinen aber mit den Händen als Flossen. Als Schwäne gingen wir langsam und übten stolzes und langsames in-die-Gegend-schauen, später jagten wir einander Angst ein indem wir den hässigen fauchenden Schwan mit ausgebreiteten Flügeln nachahmten. Anschliessend ging es ans Aufbauen: ein Entensteg (Ex-Hühnerleiter :-)) und ein Bänkli um oben auf die Sprossenwand zu gelangen, eine riesengrosse Matte als Ententeich darunter sowie daneben, weiterführend, fünf kleine Matten hintereinander als Fluss. Die Kinder absolvierten so einen Enten/Schwan-Parcours, bei dem auch eine Strecke watscheln auf der Wiese (halbe Runde in der Turnhalle) dazu gehörte. Die Grossen machten ebenfalls gut mit, zumindest was das Schwimmen im Fluss und das Watscheln anbelangte. War schön!
Danach sangen wir das wohl bekannteste (schweizer)deutsche Kinderlied Aui mini Änteli in drei Strophen. Auch ein Fangis lag noch drin – mit ganz schnellen Fängern, es war überraschend, wie rasch alle am Boden sassen und also eine weitere Runde mit neuen Fängern angebracht war.
Nach den Rüebli, Tomaten, Bohnen und Erbsen der letzten Male „säten“ wir diesmal Sonnenblumen auf den Rücken der Kinder... Und zum Schluss durften natürlich die Schwan- und Entenkleberli nicht fehlen.
Wir sehen uns zum Thema Esel wieder! Bis bald...

18. Mai 2009

4. Lektion: Das Schaf

Nachdem letzte Woche die Geiss an der Reihe war, widmeten wir uns in der vierten Woche des Sommerquartals einem weiteren grasfressenden, weidenden Tier. Genau, das Schaf sollte unser Muki- Begleiter sein und bei der Begrüssung im Kreis konnten mehrere kleine Plüschschafe bestaunt werden. Eingewärmt haben wir uns wie gewohnt mit unserem Dschungeltanz. Danach folgte das Poppe poppe Hämmerli und das Müüsli- Rennen. Nun konnten wir unsere Schafwiese aufbauen. Verschiedene Hindernisse, wie Bänkli, Matten, Schwedenkastenelemente, umgekippte Malstäbe und dreidimensionale weiche Drei- und Vierecke wurden kreuz und quer in der Halle verteilt.
So war unsere Schafswiese bereit für die kleinen und grossen Schafe. Ziel war es, die Hindernisse zu passieren, in dem man darüber kletterte oder hüpfte. So wie die Schafe über den Zaun hüpfen konnten. Jetzt wurde wacker gerannt, geklettert und gehüpft. Die Matten konnten dazu genutzt werden, Purzelbäume zu schlagen und Rollen zu drehen. Es war ein Vergnügen, den Mut der Kleinen beobachten zu können. So war zu sehen, dass nach einigem Ausprobieren, Hindernisse direkt und ohne Zwischenhalt hüpfend passiert wurden. Auch die Kreativität der Kleinen war wieder mal faszinierend: So wurden Schwedenkastenelemente und Matten zu Rutschbahnen umfunktioniert sorgten so für zusätzlichen Spass.
Nachdem die Halle wieder leer geräumt war, versammelten wir uns für ein Ballspiel im Kreis. Beide Mannschaften durfen sich mit Tennisbällen eindecken. Nun galt es, den Volleyball mit den Tennisbällen von der Mitte des Kreises in die entgegengesetzte Richtung zu bewegen, bis er die Kreislinie der Gegenmannschaft passierte. Nachdem wir uns ein bisschen an diese neue Spielform herantasten konnten, war es Vergnügen und Nervenkitzel zugleich.
Zum Schluss wollten wir uns mit einem Fangis nochmals so richtig austoben. An dieser Stelle kam das Schäferhund- Paar zum Zug, welches sich jeweils auf der Mittellinie befand und auf die vielen Schafe aufpassen sollte. Die Schafe allerdings versuchten, am Schäferhund-Paar vorbei über die Mittellinie in die andere Hallenseite zu flüchten. Gelang dies, durften sie sich am Hallenende mit einem Belohnungsgras (Bändeli) eindecken, zurück zu den anderen Schafen laufen und das Ganze erneut versuchen. Gelang die Flucht jedoch nicht, mussten die Schafe erneut zurück zum Hallenende, die Wand berühren und dann konnten sie einen erneuten Versuch starten. Wir spielten, bis alle Gräser eingesammelt waren.
Den ruhigen Schluss bildete erneut das Ansähen, welches von Isa geleitet wurde. Wir können also gespannt sein, was wir das nächste Mal in unserem Beet antreffen werden.

Geschrieben von Nicole

17. Mai 2009

Nachzügler-Dschungel-Bildli...

Dieses Gruppenbild unserer Freunde vom Dschungelbuch hat Nicole in unserer 2. Lektion in diesem Quartal verteilt... Darauf findet auch die Gefährtin von Mogli, Shanti, ihren Platz, und ausserdem sind alle - auch Shir Khan - sehr freundlich...
Viel Spass beim Bildli betrachten...!

10. Mai 2009

Dert äne-n-am Bärgli (mit Gesten)

Dert äne-n-am Bärgli, dert schteit e wiissi Geiss (mit dem Zeigfinger auf "Berg" zeigen)/ I ha se wöue mäuche (melken von Hand imitieren) - da hout die mir eis! (sich selber "eine Ohrfeige geben")
Refrain: hole duli - duli duuli / hole duli duli duli duuli
hole duli - duli duuli
/ hole duli duli duli duu (im Takt in die Hände klatschen)
Sie hett mer eis ghoue, das tuet mir so weh (sich die "schmerzende" Wange reiben) / iz mäuch-i miner Läbtig kei wiissi Geiss meh! (mit Unterarm und Zeigfinger Verneinungsgeste machen)
Refrain, dann: Vo Bärn bis nach Basu, da hetts es Tunnäu (beide Hände flach nach vorne zeigend an die Schläfen legen und "Tunnelblick" zeigen)/ we me ine chunnt wird's tunku, (Hände nach vorne auf die Augen klappen) we me use chunnt wird's häu! (Hände wieder in vordere Position "aufklappen")
mit der Melodie vom Refrain: Tschipfu tschipfu - tschipfu tschipfu / TschipfuTschipfu TschipfuTschipfuTschipfu / Tschipfu tschipfu - tschipfu tschipfu / TschipfuTschipfu TschipfuTschipfu - HAUT!! (mit den Armen "Lokomotive"-Bewegung machen - bei HAUT beide Arme nach vorne strecken und "Stopp"-Geste machen)
Iz ga-n-i ufe Märit u choufe mir e Geiss / e bruuni, kei wiissi - die hout mir de keis!
(Die letzte ist eine Zusatzstrophe, die wir nicht gesungen haben. Sie käme zwischen die 2. und 3. Strophe)

9. Mai 2009

Die Geiss so weiss: 3. Lektion

Diesen Montag widmeten wir uns 50 Minuten lang der Geiss. Zu Lektionsbeginn stellten wir fest, dass sie eben nicht blökt wie das Schaf, sondern kürzere Meckerlaute von sich gibt. Auch merkten wir, dass sie zu den vielen Tieren gehört, die Gras fressen. Ausserdem wollten wir uns auch mit dem Furcht einflössenden Feind der Geiss befassen: dem Wolf.

Nach dem Dschungeltanz, Poppe Poppe Hämmerli und dem Müsli- (heute: Geissli-)renne bauten wir Verstecke für die Muki-Geissen auf: 2 Schwedenkastenelemente, 3 Hüpfsäcke, 3 Mummenschanztücher sowie einen Tunnel an der Sprossenwand. Letzterer wurde durch 2 kleine zusammengestauchte Matten konstruiert, welche an ein umgekipptes (:-)) Bänkli gelehnt wurden. Darauf hin konnte es losgehen: Friedlich standen alle herum und kauten als Geissen ein paar Gräser – bis der böse Wolf kam, der von mir gespielt wurde... Uiii – die Geissen waren so vorsichtig, dass sie mich gar nicht abwarteten: Sie schlüpften vorsichtshalber schon vor meinem Erscheinen in ihre Verstecke... Dieses Spiel machten wir ein paar Mal, danach sassen wir alle beisammen; ich stellte fest, dass ausnahmslos alle das Lied Dert äne am Bärgli, dert hett’s e wiissi Geiss kennen, und so sangen wir die drei Strophen mit dazu gehörenden Gesten.

Kurz vor unserem neuen ruhigen Schluss drehten wir nochmals richtig auf: Wir rannten, wichen aus, fingen ein – je nachdem, ob wir ein Wolf oder eine Geiss waren bei unserem Spiel Wer hat Angst vor dem bösen Wolf?.

Im Kreis, auf dem Rücken der über die ausgestreckten Beine der Grossen gelegten Kinder (= Gartenbeete) wurden heute am Schluss Bohnen angesät. Die Hände der Grossen müssen die Beete mit viel Liebe umgraben, ansäen, zudecken, giessen und Sonne darauf scheinen lassen – nur so entsteht die besonnene Ruhe, die bewirkt, dass Rüebli, Tomaten - und eben: Bohnen, gut gedeihen können...

Bis zum nächsten Mal; dann eben doch noch mit dem blökenden Schaf!

4. Mai 2009

2. Lektion im Sommerquartal 09: Das Huhn

In der zweiten Lektion nach den Frühlingsferien sollte sich alles um das Huhn drehen. Nach dem Begrüssungslied und ein paar allgemeinen Einwärm- und Dehnbewegungen, starteten wir mit Hühnerbewegungen ins Thema. So gingen wir wie die Hühner auf der Stange in die Hocke, scharrten mit unseren Krallen auf dem Boden, pickten leckere Körner vom Boden auf oder standen auf einem Hühnerbein. Danach folgte Altbekanntes aus dem Frühlingsquartal: Unser Dschungeltanz, welchen die kleinen und grossen Turner mit grossem Elan durchtanzten.
Danach flogen wir zum Poppe Poppe Hämmerli und rannten beim Müüsli- Fangis. Nun ging es darum, Eier (Pingpong- Bälle) von Nest zu Nest (Reifen) zu transportieren. Dies konnte auf der Hand, zwischen Hals und Kopf eingeklemmt, auf dem Fuss, auf dem Kopf, zwischen den Knien oder auf dem Rücken transportiert werden. Habe ich noch eine weitere Variante vergessen? Auf jeden Fall waren der Fantasie keine Grenzen gesetzt und es war spannend zu sehen, wie immer neue Möglichkeiten entdeckt und ausprobiert wurden. Die entsprechende Freude, wenn das Ei unbeschädigt ankam, war dementsprechend sehr gross.
Nun wollten wir neue Geräte der Markusturnhalle entdecken. Zu diesem Zweck fixierten wir verschiedene Hühnerleitern an der Sprossenwand: Normaler Lanbank, breite Hühnerleiter, eine schmale Hühnerleiter mit und eine ohne schmale waagrechte Sprossen. Die schmale Leiter ohne Sprossen wurde waagrecht an Sprossenwand und Schwedenkasten fixiert und diente einem Balancierakt. Die drei anderen Hühnerleitern wurden mit unterschiedlichen Steigungen aufgebaut. Und nun konnte es losgehen: Die wilden Hühner machten sich voller Freude daran, die Hühnerleitern alleine oder mit den Grossen zu erkunden. Der Weg von Leiter zu Leiter wurde teils kletternd an der Sprossenwand passiert und dem Herunterklettern an der Sprossenwand folgte ein Hühnersprung auf die plazierten Matten. Den Kleinen hat es sichtlich Spass gemacht und es machte Freude, ihrem Elan, Geschick und Können zuzusehen.
Nun folgte ein Fangis: Welche Hühner haben Angst vor dem Fuchs?!? In diesem Spiel mussten sich die Hühner geschickt an dem Fuchspaar vorbei an das andere Hallenende bewegen. Wurden sie unterwegs gefangen, schlossen sie sich den Füchsen an, bis alle Hühner gefangen waren.
Ausgepowert versammelten wir uns im Kreis, Isa wollte mit uns ein neues, ruhiges Abschlussritual einführen. Die Kleinen durfen dazu bäuchlings auf die Beine der Grossen liegen und stellten dabei ein Gartenbeet dar. Auf ihrem Rücken wurde nun Erde umgegraben, Setzlinge gesetzt, sowie Regen und Sonne gespürt. Nun können wir gespannt sein, was in unseren Gartenbeeten beim nächsten Mal zu sehen sein wird. Schliesslich war es an der Zeit, uns zu verabschieden und die Hühnerkleber in Empfang zu nehmen.

Geschrieben von Nicole


2. Mai 2009

Häsli i dr Gruebe

Häsli i dr Gruebe
sitzt und schlaft
sitzt und schlaft
o mis Häsli bisch du chrank
dass du nümme hüpfe chasch?
Häsli - hüpf!
Häsli - hüpf!

Zu diesem Lied machen wir mit der Muki-Gruppe in der Turnhallenmitte einen recht kleinen Kreis. Die Grossen sitzen oder knien rundherum, die Kinder kauern wie das "Häsli i dr Gruebe" in der Mitte und schliessen die Augen. Die Grossen singen das altbekannte Lied, währenddem sie ihrem Kind oder mehreren Kindern über den Rücken streichen. Wenn das Lied fertig ist sind die "Häsli" wieder fit und hüpfen in alle Richtungen davon...

29. April 2009

Muki-Pass: Dschungelbuch

Erst kürzlich haben wir ein Thema aus einer dem Berner Nordquartier weit entfernten Welt abgeschlossen: Die Geschichte vom Dschungelbuch nach Rudyard Kipling. Obwohl es ja DschungelBUCH heisst, richteten wir uns nach dem Film von Disney aus dem Jahre 1967 (ist dieses Jahr 42 Jahre alt - wow!).
Wir fanden und finden den Film einfach grossartig: Eine sehr gute Geschichte, angenehmes Tempo, lustige und unterhaltsame Stimmen, absolut witzige Tänze, und vor allem: liebevolle Bilder. Die Zeichnungen taten es uns wirklich total an: Der Charme dieser Tiercharaktere schien und scheint uns schlicht unübertroffen. Also wählten wir die Bilder für Dschungelbuch-Quartal besonders sorgfältig aus - zu sehen sind sie unter den entsprechenden Lektionsberichten hier im Blog.
Doch jetzt zum gebastelten "Dschungelbuch", dem eigentlichen Muki-Pass: Fürs Büechli selber verwendeten wir braunes Papier, das wir auf ca. halbe Pixi-Büechli-Grösse zerschnitten, zusammenlegten und mit Bostitch-Klammern (als Buchrücken) versahen. Damit die Bilder im Büechli drin trotz braunem Untergrund farbig und fröhlich genug sein konnten, nahmen wir gelbes Papier, worauf wir den Hintergrund (= Urwaldszenerien; wie auf den Fotos ersichtlich) mit Wasserfarbe malten. Es war ziemlich viel Arbeit, all die Bilder zu malen, ins richtige Format zu schneiden und dann auf die Seiten im "Dschungelbuch" zu kleben. Ausserdem musste das Titelbild entworfen und gezeichnet sowie das Inhaltsverzeichnis und die Seitenzahlen geschrieben werden - und das 14 Mal! Zu guter Letzt fassten wir die ersten und letzten Seiten als Buchumschlag in Selbstklebe-Plastikfolie ein - und fertig war das Werk, das im Endeffekt etwa so aussah:
















Die Kleberli mit den schönen Motiven waren ca. 2 auf 3 cm gross und kamen je Lektion auf eine "Dschungelbuch"-Seite (auf den Fotos fehlt noch das letzte Mogli-Motiv sowie das Gruppenbild, welches wir kürzlich noch als Zugabe verteilten...)
Dass man das 7.5 auf 10.5 cm kleine Büechli gäbig mit ins Muki-Turnen nehmen konnte war super: So gingen die Bildli von Mogli, Balu & Co. nicht verloren, weil man sie sofort nach der Lektion aufkleben konnte.

21. April 2009

1. Lektion im Sommerquartal 09: Chüngu

Gestern 20. April 09 turnten wir zum neuen Quartaltsthema Tiere in unserer Umgebung. Wir nahmen uns zum Start den Chüngu vor, der uns ja durch Ostern vor einer Woche noch vertraut sein sollte.
Zum warm werden turnten wir im Kreis ein, anschliessend tanzten wir den Dschungeltanz vom vergangenen Quartal – weil wir ihn wirklich schon recht gut können und damit er nicht vergessen geht...
Nach dem Müsli-Renne begaben wir uns mit geschlossenen Augen gedanklich in die Welt der Tiere, genauer gesagt auf die Wiese der Chüngu (ich habe zwar dauernd Häsli gesagt – kennt jemand den Unterschied??), wo fast alle Kinder und einige Erwachsene wie verrückt auf verschiedenste Arten umher hoppelten. Nach den vielen Strapazen konnten die Chüngu ihr Fressen in Form von gigantischen Rüebli (Strassenhüte) sowie Söiblueme (Tennisbälle) holen. Zwischendurch konnten die Tiere in ihren Nestern (Reifen auf dem Boden) mit der grossen Person zusammen ausruhen. Zum Abschluss der Chüngeliwelt sangen und spielten wir noch zwei Mal das Häsli i der Gruebe.
Wieder zurück als Menschen probierten wir etwas Neues von der Markusturnhalle aus: Jedes Kind erhielt einen Stab mit einer sehr langen schmalen farbigen Fahne dran (weiss jemand wie die heissen?). Wenn man den Stab bewegte, „zeichnete“ die Fahne entsprechend den Bewegungen „Wellen“ „Wendeltreppen“, „Kreise“ „8i“ und viele andere Figuren in die Luft. Die Freude an diesem an sich simplen Ding, jedoch mit interessantem Effekt, war allerseits gross. Besonders gut gefiel mir die Entdeckung eines Kindes mit blauer Fahne: Es sah einen Walfisch...
Eigentlich hätten wir ein neues passendes schönes Schlussritual gehabt – das ich aber total vergass, was ich anschliessend auch so richtig bereute :-((. Aber wir werden das nächste Mal zeigen, worum es da gegangen wäre. Hoffentlich seid Ihr neugierig :-))! Dann auch wieder mit Nicole!!

7. April 2009

31.3.09; 11. Lektion: Dschungelrückblick mit Mogli

So, dies wird leider schon der letzte Lektionsbericht zum Quartalsthema Dschungelbuch sein. Zum warm werden gehörte erneut der Dschungeltanz, das Poppe poppe Hämmerli und das Affenschwanz- Fangis (ungewandeltes Müüsli- Fangis). Nun waren wir bereit dazu, mit Mogli und den Dschungeltieren zu turnen. Ziel war es, uns an verschiedenen Posten nochmals wie einzelne Tiere des Dschungels zu fühlen und uns wie sie zu bewegen.
So hüpften wir von Reifen zu Reifen, welche die Seerosen im Dschungelteich darstellten. Die Paare waren einmal mehr sehr kreativ: so konnte man einzelne TurnerInnen auch beim Hula Hopp oder beim Durchkriechen der Reifen beobachten :). Als Schlange Kaa konnte man sich beim Bänkli- Posten fühlen. Dort ging es darum, oben und unten durch zu schlängeln.Ein altbekanntes Highlight war unser Dschungelteich: Von einem umgekippten Baumstamm gelangen die Kleinen auf den Felsen und von dort aus sprangen sie ins kühle Nass, in Form der grossen Matte. Das Aufbauen des nächsten Postens war eine ziemliche Herausforderung: Zwischen zwei Ringpaaren wurde eine kleine Matte mit vielen Springseilen befestigt und fertig war unsere Dschungelschaukel, welche Platz für drei Kinder bot. Juhui, war das ein Spass :). Schlussendlich konnten sich die Kleinen noch auf dem Dschungelboden mit Purzelbäumen und seitlichen Rollen austoben. Und man staune, auch ein Kopfstand konnte beobachtet werden. Super!!!
Heieieiei, die Zeit verging ja wie im Flug und so versammelten wir uns schon fürs Schlusslied im Kreis. Soviel zu unserer letzten Dschungelbuch- Lektion.
Danke an dieser Stelle für das motivierte Mitmachen und Turnen während dieses Quartals, macht richtig viel Spass mit euch. Und ein riesiges Merci von meiner Seite an Isa, welche mich in meinem Einstieg ins Muki- Turnen tatkräftig unterstützte und mir immer mit wertvollen Tipps zur Seite steht. Danke, es ist eine grosse Freude mit dir :)

6. April 2009

10. Lektion: Gefährlicher Tiger Shir Khan

Heute, am 23. März, widmeten wir uns dem Tiger aus dem Dschungelbuch. Dieser will während der ganzen Geschichte Mogli fangen – was ihm glücklicherweise aber nie gelingt. Obwohl wir Shir Khan wegen seinem gemeinen Vorhaben natürlich nicht sympathisch fanden, wollten wir ihm doch nachfühlen können, weswegen wir zuerst gründlich einturnten damit wir wie er zu allem bereit und schnell genug sein konnten.
Das Shir-Khan-Spiel ging dann so: Am Hallenanfang erhielt jede Person ein rotes Bändeli, welches als Tigerschwanz hinten in die Hose gestopft wurde. Die rote Bändelifarbe bedeutete, dass der Schwanz schon Feuer gefangen hatte. Gerade wie Shir Khan kriegten es dann alle mit der Angst zu tun, worauf die Tiger schnell davon rasten und am Hallenende in den Dschungelteich (grosse blaue dicke Matte) hüpften. Anfänglich rannten grosse und kleine Mukis als Pärli; später gaben sich mehrere Kinder die Hand und bildeten eine ganze Kindertigerkette, die auf den Teich zusteuerte… Es sah wirklich witzig aus !
Zu meinen Tamburinschlägen bewegten sich danach alle Mukis spazierend als Mogli, tanzend als Bär Balu, stampfend als Affenbande, marschierend als Hathi in der Elefantenparade, schleichend als Baghira sowie schnell rennend als Shir Khan. Auch das Poppe Poppe Hämmerli, diesmal fast am Schluss, durfte nicht fehlen.
Vor dem Adieu-Lied sassen wir im Kreis und ahmten nur mit den Händen verschiedene Vögel nach: Wir machten grosse, mittlere und kleine Flügelschläge wie Geier, Tauben und Spatzen.
Ja, und bald gibt's hier im Blog dann noch 1x Dschungelbericht - und schon wird das Frühlingsquartal fertig beschrieben sein...

25. März 2009

9. Lektion: Fliegen wie die Geier

Wie gewohnt starteten wir mit dem altbekannten Begrüssungslied und unserem Dschungeltanz in die Lektion. Danach folgte das "Poppe poppe Hämmerli", in welchem wir ausnahmsweise nicht als Tauben sondern als Geier flügelscharend in der Halle umherflogen. Auch zum Einwärmen gehörte das Müüsli- Fangis, welches die Kleinen wie gewohnt zu einer Superleistung anspornte.
In der Lektion ging wie schon erwähnt um die grossen Vögel aus dem Dschungelbuch: Die Geier. Die Geier fliegen im Dschungel umher und beeindrucken Mogli mit ihren Kunststücken. Sie bauen nämlich Pyramiden, indem sie alle aufeinander stehen. Auch wir wollten wie die Geier fliegen und uns in verschiedenen Kunststücken versuchen.
Zuerst balancierten die Kleinen auf allen Vieren oder stehend über einen Langbank (umgekippter Baumstamm) auf einen Schwedenkasten (Felsen). Von dort starteten die Kinder ihren Flug und landeten weich auf der grossen Matte. Wieder auf dem Boden gelandet, gings zurück zum Anfang der Flugbahn, wo das Abenteuer von Vorne beginnen konnte. Als die Geier ein paar Mal geflogen waren, konnten weitere Flugvariationen folgen: So wurden die Kinder ermutigt, das Balancieren und Fliegen mit geschlossenen Augen auszuprobieren, verschiedene Flugpositionen einzunehmen und den Rückweg hüpfend wie die Vögel, beide Füsse eng zusammen, anzutreten. Die kleinen Vögel wurden dabei von den Grossen bedürfnisgerecht unterstützt.
Nun formierten sich die Päärli zu Untergruppen, in welchen sie verschiedene Kunststücke/ Pyramiden ausprobieren konnten. So durfen die Kleinen im Huckepack oder auf den Schultern der Grossen die tolle Dschungelaussicht geniessen ;) und dem gegenüberstehenden Päärli die Hände reichen. Ein weiteres Kunststück war, dass sich die grosse Person auf allen Vieren auf die Matte begab, während sich das Kind auf seine Begleitperson setzen oder stehen konnte. Der Fantasie wurde keine Grenzen gesetzt und so probierten die Paare noch weitere tolle Kunststücke aus. Ein grosses Bravo an eure Kreativität und euren Mut.
Zum Schluss machten wir ein Hochfangis, bei welchem sich die Geier in Sicherheit vor den Fängerpaaren befanden, wenn sie sich nicht auf dem Boden sondern im Hoch aufhielten. Als Hoch galten die grosse Matte und die Sprossenwand. Ein Fängerpaar konnte jedoch zu den Vögeln, die sich im Hoch befanden, hingehen und folgendes Sprüchlein sagen: "Vögeli, Vögeli flüüg us, in es anders Huus, eis, zwöi, drüü". Während dieser Zeit musste das Hoch gewechselt werden, ansonsten war das Geier- Paar gefangen. Dieses Fangis war beendet, als alle Paare gefangen waren.
Nun, die Muki- Lektion war bereits zu Ende, wir verabschiedeten uns mit unserem Schlusslied im Kreis und für die Kleinen gab es den Dschungel- Kleber mit den lustigen Geiern.

Geschrieben von Nicole

22. März 2009

Wie alles begann...

Nachfolgend könnt Ihr den Bericht lesen, den ich Ende letztes Jahr in meiner Firmenzeitschrift ROTO im Rahmen der Reihe "Hobby eines Mitarbeiters" unter dem Titel Muki-Turn-Leiterin veröffentlichen durfte. Da beschreibe ich sozusagen die ganze Geschichte 2006 bis 08 vom Muki-Turnen Bern Nord am Montag.
Auf dem Bild seht Ihr eine Maschine, wie sie "meine" Firma herstellt: Riiiesige Türme, in denen echte Zeitungen gedruckt werden. Wenn ich schreibe "echte" Zeitungen, dann meine ich tatsächlich diese dünnen, aufeinander gelegten und gefalteten Blätter, welche man richtig zwischen den Fingern hält - nicht so virtuelle Wischiwaschi-Sachen wie Blogs oder so :-)...
Also, hier jetzt der Bericht: Ganz am Anfang, das war im Jahr 2006, suchte ich schlicht und einfach nach einer Gelegenheit, bewusst Zeit mit meinem älteren Kind zu verbringen. Von mehreren Seiten her hatte ich gehört, dass das Muki-Turnen eine tolle Sache sei, worauf ich mich auf die Suche nach einem Kurs machte. Ich suchte auf verschiedene Arten, aber in meiner Nähe im Berner Nordquartier existierte nichts dergleichen. Mit meiner Tochter besuchte ich ein paar Mal das Muki-Turnen in der Länggasse - aber die Frage „Könnte ich so etwas nicht selber in meiner Nähe organisieren?“ liess mich nicht los. Ein solches Projekt ganz alleine aus dem Boden zu stampfen schien mir dann doch zuviel, aber in der gleichen Zeit lernte ich meine heutige Muki-Turn-Co-Leiterin Monika kennen. Sie hatte tatsächlich auch Lust, mit mir dieses Abenteuer zu wagen, und so kam es, dass wir im Herbst 2006 mit einem Ausbildungskurs für Muki-Turnleiterinnen starteten. Der nächste Schritt war, eine Turnhalle zu finden, welche zu einer geeigneten Zeit verfügbar sein und natürlich im Nordquartier stehen sollte. Mit etwas Glück fanden wir die Markusturnhalle, welche etwa 300 Meter von der Wifag entfernt liegt. Jetzt entwarfen wir eine möglichst zweck- und sinnvolle Werbung, schmückten damit grosszügig die Anschlagbretter des Berner Nordquartiers und warteten auf Anmeldungen... Und tatsächlich, im Januar 2007 startete unser Unterfangen - mit 10 teilnehmenden Muki-Paaren!

So sieht es jetzt aus
Bis heute treffen wir uns in der Schulzeit jeden Montag Nachmittag, 6 bis 11 Erwachsene mit Kindern im Alter von 21/2 bis 5 Jahren, um eine knappe Stunde lang zu turnen und zu spielen. Der Preis ist mit Fr. 7 je Lektion sehr tief, weil uns daran liegt, dass wirklich alle, die mögen, teilnehmen können. Das Ziel ist, dass die Muki-Paare eine ausgelassene und bewegungsreiche Zeit erleben. Meist stellen wir uns eine Situation vor, bei der es Abenteuer zu bestehen gilt. Das Bewegen soll kein Kraftakt, sondern vielmehr eine natürliche Freude sein; etwas das dazu gehört, um überhaupt die Möglichkeit zu haben, etwas Schönes erleben zu können. In der heutigen Zeit wird es immer schwieriger, Kinder einfach spielen zu lassen; dies besonders in den Städten, wo das Verkehrsaufkommen sehr gross ist. Im Muki-Turnen weiten wir den Bewegungsspielraum der Kinder aus und bieten Möglichkeit zur Auslebung des natürlich vorhandenen Bewegungsdrangs. Nicht zuletzt sollen sich auch die Erwachsenen austoben können und dürfen. Wir glauben daran, dass Bewegung zu einem glücklichen Leben dazu gehört!

Eine regelmässige Teilnahme am Muki-Turnen bietet einen Rahmen, um Rhythmus-, Zusammengehörigkeits- und Körpergefühl zu erleben. Die Kinder verbessern nicht nur ihre Bewegungsfertigkeiten, sondern lernen im Muki-Turnen auch : Sozialverhalten in der Gruppe aneignen (für manche ist es das erste Mal, dass in einer Gruppe mit anderen Kindern sind), Umgang mit « ihrer » erwachsenen Person intensivieren, Konkurrenz-Situationen aushalten (« Verlieren gehört zum Leben »), Freundschaften knüpfen und leben.


Eine motivierende Tätigkeit
Das Muki-Turnen macht uns Leiterinnen selber meist viel Spass, aber dahinter steckt auch eine grosse Menge Arbeit. Obwohl uns nachgesagt wird, wir hätten viel Phantasie, fallen uns die geeigneten Ideen natürlich nicht in den Schoss. Wie kommen wir also zu unseren Ideen?

Das erste und vielleicht wichtigste dabei ist die Themenauswahl für ein Quartal. Wir lassen uns zuerst von den eigenen Interessen leiten: Letzten Sommer habe ich an drei Orten in der Schweiz Ferien gemacht; meine Co-Leiterin ist Gleitschirm-Fliegerin und kommt demnach auch viel in der Schweiz herum. So war es nahe liegend, „Reisen in der Schweiz“ als Thema zu nehmen. Ein zweite wichtige Quelle dafür, was wir ganz konkret in der Halle tun wollen, sind die Kinder: Durch Beobachtung ihrer Reaktionen und Aktionen können wir uns dahin leiten lassen, wo es für die Beteiligten Spass macht. Ein dritter Punkt, der unsere Arbeit im Fluss hält, ist die gegenseitige Inspiration: Wir sind zu zweit, die Lektion wird aber immer nur von einer von uns geleitet. Wer die Lektion nicht leitet, nimmt also ganz regulär mit einem meiner Kinder am Muki-Turnen teil. So können wir von der Lektion der anderen lernen. Der vierte Punkt, der in unsere Lektionsvorbereitung einfliessen soll, ist das Echo der Erwachsenen. Nicht ganz immer können oder wollen wir auf ihre Wünsche eingehen. Aber ihre Reflexionen helfen uns, die Grundausrichtung nicht zu verfehlen. Was mich als fünftes und ganz besonders motiviert, ist die Musik. Oft turnen wir mit Musikbegleitung ein. Ganz toll ist natürlich auch das selber singen. Manchmal sagen wir auch einen Vers auf, den wir mit Gesten und Mimik begleiten.

Lektionsablauf
Wir haben ein Anfangslied, das ein Quartal hindurch immer gleich bleibt. Es wird in der Hallenmitte im Kreis gesungen. Danach mache ich (oder wenn Monika leitet natürlich sie) eine Einführung: Ich begrüsse alle Teilnehmenden, nenne das Thema und will damit die Aufmerksamkeit auf mich lenken, damit mir später die Leitung der Lektion leichter fällt. Danach machen wir immer ein Einturnen zum warm werden. Mit einem Spiel wie Fangis oder nach einem gemeinsam aufgesagten Spruch verteilen sich die Mukis in der ganzen Halle. Bald darauf beginnen wir den Hauptteil, welcher die Umsetzung des Lektionsthemas zum Ziel hat. In einer der letzten Lektionen zum Thema „Wallis“ mussten z.B. blaue Bändel, welche Trauben darstellten, während einer Stafette eingesammelt werden. Danach gab es einen Transport, bei dem die Kinder mit den eingesammelten Bändeln auf dem Rücken Schubkarren waren, d.h. sie wurden von den Erwachsenen an den Füssen gehalten und brauchten nur die Arme, um vorwärts zu kommen. Am Schluss wurden die „Karren“ gekippt, und alle stampften auf den am Boden liegenden „Trauben“ herum, um „Saft zu pressen“. Im Anschluss an den Hauptteil machen wir meist etwas, das wir schon kennen. Etwas ganz leises und ruhiges ist hier manchmal am Passendsten. Für einen stimmigen Schluss sorgt immer unser „Adieu“-Lied; nachher erhalten die Kinder einen Kleber, auf dem etwas zum heutigen Thema abgebildet ist – z.B. eine Schubkarre gefüllt mit Trauben wie der beschriebenen Lektion.

Es ist nicht vergebens
Vergangene Lektionen, Lieder und einiges mehr kann man in meinem Blog nachlesen, den ich nun seit mehr als einem Jahr betreibe. Neue Teilnehmende finden uns seither auch übers Internet. Der Zähler zeigt seit Februar dieses Jahres immerhin schon mehr als 4’000 Besuche an. Regelmässiges Schreiben im Blog verhilft mir aber auch dazu, Übersicht über unser Tun im Muki-Turnen zu bewahren.

Bisweilen berichtet uns eine Mutter, das Kind habe zuhause bestimmte Bewegungen, Spiele, Lieder oder Verse geübt. Das sind dann die Momente, in denen wir spüren: Der ganze Aufwand fürs Muki-Turnen ist nicht vergebens. Es spielt eine Rolle im Leben der Kinder! Und das ist schön.